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Darauf sollte man beim Aktiendepot wählen achten

Aktiendepot wählen: Das beachten

Aktiendepot wählen: Das beachten

Anleger, die heutzutage in Wertpapiere wie zum Beispiel Aktien, Anleihen, Optionen oder Zertifikate investieren, müssen diese Finanzprodukte in einem Depot aufbewahren. Hier gibt es zwei Varianten, aus denen man wählen kann und beide besitzen sowohl Vor- als auch Nachteile.

Aktiendepot: Hausbank oder Online Broker?

Zum einen ist es möglich sein Depot bei seiner Hausbank zu führen und zum anderen kann auf Online-Broker zurückgegriffen werden. Das typische Bankdepot gewährleistet einen exklusiven Service für den Anleger, da dieser beispielsweise Beratung und Informationsmaterial für den Kunden bereitstellt. Für Anleger, die sich aber selbst genug mit den Finanzmärkten beschäftigen und sich auf dem Laufenden halten, ist es ratsam sich ein Onlinedepot zu eröffnen. Denn trotz der niedrigeren Servicequalität sind Online-Broker in Sachen Gebühren fast unschlagbar.

Bankendepots haben oftmals hohe Depotführungsgebühren und hohe Kaufgebühren für Wertpapiere, wohingegen die Depotführung bei Online-Brokern kostenlos ist und den Investor sehr niedrige Gebühren für den Wertpapierhandel erwarten. Ein heutzutage sehr wichtiges Entscheidungskriterium ist außerdem, ob der Anbieter den Cashbestand des Depots negativ verzinst oder nicht. Aufgrund der niedrigen Leitzinsen haben einige wenige Broker bereits damit begonnen, den Barbestand ihrer Kunden mit einem Zinssatz von -0,40% zu belasten.

Depotführungsgebühren und Transaktionskosten

Neben der Depotführungsgebühren sind also auch die Kauf- bzw. Verkaufskosten der Finanzprodukte ausschlaggebend. Die Regel ist, dass Anbieter eine Pauschale pro Order verlangen und eine variable Gebühr, also einen Prozentsatz des Orderwertes. Hier kann es für Kunden, die regelmäßig aber dafür kleinere Summen handeln, durchaus sinnvoll sein sich einen Broker auszusuchen, der niedrige Pauschalen aber dafür höhere variable Gebühren verlangt, um du Fixkosten der Transaktionen zu minimieren. Pauschalkosten von bis zu 5€ pro Trade zählen eher zu den günstigeren, wobei Fixkosten zwischen 5 und 10 Euro eher teuer sind. Bei den variablen Kosten gibt es bei den meisten Anbietern eine Kostendeckelung welche oft zwischen 45 und 60 Euro liegt. Manche jedoch haben gar keine Deckelung, verlangen dafür aber einen viel geringeren Prozentsatz als Courtage.

Ein weiterer Gesichtspunkt, welchen Anleger bei der Wahl des Depotanbieters beachten sollten, ist die Einlagensicherung. Hier gilt zum einen die gesetzliche Einlagensicherung, welche seit der Finanzkrise im Jahr 2007/08 festlegt, dass jeder Kunde pro Bankverbindung einen sicheren Betrag von 100.000€ besitzt. Darüber hinaus gibt es bei den allermeisten Banken noch eine Mitgliedschaft der Bank im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken, welcher pro Anleger 20% des haftenden Eigenkapitals der Bank absichert.

Bei Online-Brokern ist dies jedoch nicht der Fall. Denn diese haben in der Regel keine Bankenlizenz und können somit auch nicht dem Einlagensicherungsfonds beitreten. Hier gilt bei deutschen Anbietern im Falle einer Insolvenz meistens nur die gesetzliche Einlagensicherung über 100.000€. Bei ausländischen Brokern weicht diese aber oftmals ab und beträgt nur einen Bruchteil dieser Summe.

Trading Software: Wichtig für jeden Anlegertyp

Für viele Anleger ist auch ein anderer Punkt entscheidend und zurecht ein gewichtiges Auswahlkriterium beim Depotanbieter. Es handelt sich hierbei um den Tradingdesk bzw. die Trading-Software. Diese sollte sehr anwenderfreundlich sein und dabei eingegebene Order so schnell und zuverlässig wie nur möglich ausführen.

Dabei sollte natürlich nicht fehlen, dass die Ordereingabe einfach und trotzdem detailliert möglich ist, was besonders die Bereitstellung von Ausführungskriterien der Order betrifft. Hier ist auch die Übersichtlichkeit der Bestände an Wertpapieren wichtig, sodass der Anleger jederzeit seine aktuellen Positionen gut überblicken kann. Bezüglich des Tradingdesks sollten auch so weit wie möglich die Realtimekurse der angebotenen Papiere gegeben sein und sollten keine Verzögerungen oder Kursfehler beinhalten.

Des Weiteren sollte der Depotanbieter auch ein breites Angebot an handelbaren Wertpapieren aufweisen. Angefangen mit Aktien, welche unbegrenzt handelbar sein sollten und darüber hinaus sollte auch mit Anleihen, Optionen, Optionsscheinen, Futures und Zertifikaten getradet werden können. Besonders dieses Kriterium mag für einen professionellen oder semi-professionellen Anleger durchaus hohes Gewicht haben, da Derivate meistens zur Absicherung eines Portfolios verwendet werden.

Fazit: Service, Sicherheit & Beratung kosten

Es lässt sich feststellen, dass Kunden, die einen Mindestanspruch an Service, Sicherheit und Beratung wünschen, wohl besser bei einer Bank aufgehoben sein werden, da diese Aspekte ein Online-Broker, welcher oft die Gebühren so niedrig wie nur möglich halten muss, nicht bieten kann. Investoren, die jedoch fortgeschrittene Kenntnisse im Wertpapierhandel, den Finanzmärkten und den jeweiligen Produkten haben, werden sich über die niedrigeren Gebühren und der schnelleren Ausführung von Orders freuen.

Der Aspekt der Sicherheit des Depotvolumens sollte hierbei jedoch nicht vernachlässigt werden, da es im Insolvenzfall des Brokers zu hohen Verlusten auf Seiten der Kunden kommen kann. Großbanken, wie zum Beispiel die Deutsche Bank oder die Commerzbank, haben im Gegensatz ein viel niedrigeres Insolvenzrisiko und bieten Anlegern dadurch die gewünschte Sicherheit. Für welchen Depotanbieter man sich letztendlich entscheidet bleibt schließlich aber jedem selbst überlassen. Ein kleiner Hoffnungsschimmer im Urwald der Anbieter ist zumindest, dass der hohe Konkurrenzdruck fast nur gute Anbieter auf dem Markt bleiben lässt und nicht leistungsfähige Broker mit der Zeit vom Markt verschwinden.


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